Es gibt so einige klassische Fotomotive auf den Lofoten. Diese zierten früher unzählige Ansichtskarten und Prospekte. Heute findet man sie in unzähligen Varianten im Internet. Eine dieser Ansichten ist der Blick auf die alten Fischerhäuser am Meer bei Hamnøy im Westen der Lofoten.
Das eigentliche Motiv ist einfach zu finden als auch zu erreichen, liegt es doch direkt neben der Europastraße E 10. Dennoch muss man aufpassen, dass man aus Richtung Osten kommend nicht daran vorbeifährt, denn der markante Ausblick liegt dann rechterhand etwas verborgen. Auf der anderen Seite stehen zumeist auch weitere Fotografen auf der Brücke über den Sund, um eben genau dieses Bild abzulichten.
Dennoch möchten wir euch diesen Fotopunkt hier näher vorstellen und empfehlen, denn es gibt einige interessante Details für eine Fotosession in genau dieser Umgebung.

Anreise / Parken
Über die Europastraße E 10 erreicht man problemlos das Fischerdorf Hamnøy auf der gleichnamigen Insel. Die Straße verbindet hier, im Westen der Lofoten, unzählige kleine Inseln und Holme mit den unterschiedlichsten Brücken. Insofern lohnt es sich, bei einer entsprechenden Wetterprognose und unter Berücksichtigung der Lichtverhältnisse bzw. des Sonnenstandes hier viel Zeit für das Fotografieren der imposanten Landschaft einzuplanen.
Für das klassische Motiv mit dem Blick von der Brücke auf die Rorbuer (Fischerhäuser) von Hamnøy, sollte man sein Auto entweder in dem kleinen Ort parken und zur Brücke hinauf laufen oder die kleine Freifläche an den Fischgestellen direkt neben der Europastraße nutzen. Hier könnte man in der Nebensaison übrigens auch mit dem Wohnmobil übernachten (Stand 2019).
Die Details zu diesem Stellplatz findet ihr hier:
Bester Standort
Für das klassische Motiv geht man in der Regel auf die Brücke der Europastraße, die den bekannten Blick aus einer erhöhten Position auf das Dorf ermöglicht. Interessant ist dabei allerdings, dass hier eine Verlagerung des eigenen Standortes um wenige Meter eine massive Veränderung der Perspektive nach sich zieht. Insofern solltet ihr tatsächlich einige Positionen ausprobieren, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid.
Darüber hinaus sollte man sich eben nicht nur auf den “Klassiker” konzentrieren. Wenn man der Europastraße E 10 noch ein Stück zu Fuß folgt, bieten sich weitere interessante Aussichten und Motive, wie das erste Bild hier im Beitrag zeigt. Ebenfalls nur wenige Meter entfernt, dort wo wir auch empfehlen zu parken bzw. mit dem Wohnmobil zu stehen, kann man in der entgegengesetzten Richtung die ebenfalls imposanten Rorbuer von der Nachbarinsel Sakrisøy aufnehmen. Hier ein Beispiel davon:

Beste Zeit
Der optimale Zeitpunkt ist hier sehr schwer zu benennen. Das Motiv wirkt auf seine Weise zu unterschiedlichen Zeiten und Lichtverhältnissen gleichermaßen. Darüber hinaus ist natürlich zu beachten, dass hier – nördlich vom Polarkreis – zu den unterschiedlichen Jahreszeiten auch sehr unterschiedliche Bedingungen herrschen. Die Mitternachtssonne im Sommer bietet sicher viele Gelegenheiten, um auch spät in der Nacht herrliche Aufnahmen anzufertigen. Im Winter hingegen wird das Zwielicht am Tag ebenso reizvolle Stimmungen wie die Polarlichter in der Nacht bieten.
Generell sind wir der Meinung, dass sich für dieses Motiv eher eine dramatischere und weniger sonnige Wetterkonstellation eignet.
Wir haben die folgende Aufnahme am Abend im Restlicht der blauen Stunde, nach dem Sonnenuntergang aufgenommen, während das Titelbild dieses Beitrages am folgenden Morgen im Licht der Morgensonne aufgenommen wurde.

Fakten / Details zu diesem Fotopoint:
- Saison: Ganzjährig (Januar – Dezember)
- Erreichbarkeit: Leicht über die Europastraße E10 und dann ein Stück zu Fuß auf die Brücke
- Beste Tageszeit: Zum bzw. nach dem Sonnenuntergang, eventuell in der Nacht oder am frühen Morgen (je nach Jahreszeit, Nordlicht-Prognose und Witterung)
- Distanz für eine kleine Tour mit verschiedenen Perspektiven und Motiven: Circa 1500 Meter zu Fuß
- Empfohlene Technik: Stativ (für längere Belichtungszeiten bei kleiner Blenderöffnung oder im schwachen Licht zum Sonnenuntergang oder in der Dunkelheit), Weitwinkelobjektiv, Grauverlaufs-Filter (um den Wolken am Himmel eine Dramatik zu geben oder den Dynamikumfang zu erweitern)
- Sicherheitshinweis: Auf den Lofoten kann es auf den Brücken zu extremen Sturmböen kommen. Insofern ist bei extremen Wetterbedingungen Vorsicht geboten
- Tipp: Um das Stativ im teilweise starken Wind auf der Brücke zu stabilisieren, sollte man etwas zum Beschweren dabei haben (zum Beispiel einen Fotorucksack oder ähnliches)
- Tipp: Unabhängig vom klassischen Motiv sollte man auch die alternativen Möglichkeiten nutzen und zum Beispiel in der entgegengesetzten Richtung die Fischerhäuser von Sakrisøy aufnehmen.
- Fotopoint in der Nähe: Fischerdorf Reine (Lofoten)
- Du findest diesen Fotopoint mit den folgenden Koordinaten: 67.945368, 13.131399
Hi ihr beiden,
ich folge euch schon seit längerem sehr interessiert. Ihr habt mir schon bei der Planung unseres letzten Norwegenurlaubs sehr geholfen. Dieses Jahr soll es, wenn möglich, bis zu den Lofoten gehen.
Für die Planung würde ich viele eurer Tipps, Fotopoints usw gerne gedruckt mitnehmen. Leider kann ich nichts kopieren und nur wenig ausdrucken. Gibt es da eine Möglichkeit?
Lieben Dank und viele Grüße
Sonja