Mit unserem Van entlang der Westküste
Von der Westküste Norwegens in das Dovrefjell
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag enthält gegebenenfalls mit einem (*) markierte Werbe- / Provisionslinks. Mehr dazu im Impressum.
Insider-Tipp: Bootshafen auf Kråkholmen
Bevor unsere Tour uns auf der letzten Etappe in das Gebirge Dovrefjell (Ostnorwegen) führt, wollen wir noch etwas Zeit an der Westküste verbringen. Die Region an der Atlantikstraße (Atlanterhavsveien) ist extrem vielfältig und hat für jeden Geschmack eine Menge zu bieten. Bootstouren, Angeben, Wandern, Radtouren – alles ist hier möglich. Daher steuern wir eine kleine Insel an, die man mit dem Auto erreicht und die wir von früheren Reisen bereist kennen.

Kråkholmen – ist ein kleiner Holmen an der Westküste, nicht weit entfernt von den populären Orten Molde und dem Fischerdorf Bud gelegen. Wir lieben diesen Platz, haben hier schon einige Sonnenuntergänge über der Schärenküste verfolgt und an der angelegten Grillstelle unser Picknick gemacht. Deshalb steuern wir, nach einem Einkauf im Supermarkt, erneut den herrlich abseits gelegenen Parkplatz im Bootshafen an.

Perfekt !! Wir stehen direkt an den Picknickplätzen, stören niemand und genießen Lachs in Alufolie – ganz allein für uns und in der ersten Reihe mit Blick auf das Meer. Nach dem Essen und einem Check des Wetterberichtes sind wir uns schnell einig: Wir fahren noch das kurze Stück zum Atlanterhavsveien, um diese populäre Straße einmal mit der Drohne zu filmen, da für den nächsten Tag noch schlechteres Wetter angesagt ist….
Fahrt auf der Atlantikstraße (Atlanterhavsveien)
Wir genießen einmal mehr die Fahrt entlang dieser Straße, wie sie sich von Holmen zu Holmen schlängelt und einem teilweise das Gefühl gibt, direkt auf dem Meer zu fahren. Auf den kleinen Inseln und den Parkplätzen stehen viele Wohnmobile, von den Brücken angeln die Menschen und an vielen Stellen sieht man die ersten Lagerfeuer für den Abend. Nach einer kurzen Suche finden wir den optimalen Platz, um ungestört unsere Drohne fliegen zu lassen. Mit der Drohne gelingt es uns auch, endlich ein Bild von dem gestrandeten Schiffswrack an einer der Inseln aufzunehmen, an das wir bisher auf anderem Weg noch nie herangekommen sind.

Wir sind an diesem Abend noch lange unterwegs und fallen später todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen geht es nach einem ausgiebigen Frühstück durch den Atlanterhavstunnelen über Kristiansund und dann ostwärts in Richtung Oppdal. Bei fast durchweg schlechtem Wetter fahren wir in das Landesinnere in Richtung Dovrefjell.

Auf dem Campingplatz der Insel Runde hatte uns jemand den Tip gegeben, dort den Campingplatz Furuhaugli Turisthytter zu nutzen. Da wir erkennen, dass wir dort sehr spät ankommen würden, entscheiden wir uns, von der Europastraße abzubiegen, am See Gjevillvatnet eine zusätzliche Übernachtungspause einzulegen und den Abend zu genießen.
Ein herrlicher Abend am abgelegenen See Gjevillvatnet (Oppdal)

Wir nutzen einen Bomveg (kostenpflichtiger Anliegerweg), um an den See zu kommen, wo wir nach kurzer Suche am Westufer des Sees diesen herrlichen Stellplatz mitten im Wald finden. Nachdem wir uns noch eine Kleinigkeit gekocht haben, arbeiten an diesem Abend etwas an unserem Blog, bevor wir schlafen gehen. Die Nacht hier draußen, abgeschieden in der Weite der norwegischen Natur ist unglaublich ruhig. Eine Stille, die man fast fühlen kann.
Den Blick über den See genießen wir am nächsten Morgen noch einmal:

Es geht für uns weiter in den Nationalpark Dovrefjell. Auf unserer Fahrt zum Campingplatz Furuhaugli, der ziemlich zentral im Dovrefjell liegt, kommen wir durch die größere Stadt Oppdal, wo die Reichsstraße (Riksveien) 70 auf die bekannte Europastraße E 6 trifft. Von hier aus geht es ab jetzt nur noch in südliche Richtung…. In Oppdal halten wir spontan, gehen einkaufen und lassen uns in einer Bäckerei mit leckeren Teilchen und Kaffee verwöhnen. Am frühen Nachmittag kommen wir an unserem nächsten Ziel an:
Campingplatz Furuhaugli im Nationalpark Dovrefjell

Der Campingplatz befindet sich linker Hand von der E 6 und ist gut ausgeschildert. Wir werden freundlich von einer jungen norwegischen Frau begrüßt und finden einen Stellplatz etwas abseits, wo wir ruhig und bestens stehen. Da wir von den vielen Elchen in den Sümpfen von Dombås erfahren haben und hier sogar Elch-Safaris angeboten werden, überlegen wir uns, dass es sicherlich gut wäre nach dem Abendessen noch einmal die E 6 weiter in südlicher Richtung zu fahren. Sie führt nicht weit von unserem Campingplatz direkt durch das Sumpfgebiet – vielleicht die Chance, endlich einmal einen Elch vor die Kamera zu bekommen ?
Fakten / Details zum Campingplatz Furuhaugli im Dovrefjell
- Anzahl Stellplätze: 40 Stück
- Preis: 280 NOK, Strom und Wasser inklusive
- Lage: Im Nationalpark Dovrefjell/ Gebirge
- Öffnungszeiten: Mai – Oktober
- Sonstige Ausstattung: super Küche, Guter Ausgangspunkt für Wanderungen im Nationalpark
- WC und Duschen in gutem Zustand
- Versorgung Trinkwasser / Entsorgung Grauwasser und Fäkalien möglich
- Link zur Homepage: Furuhaugli Turisthytter
Elch-Safari in den Sümpfen von Dombås
Auf dem Campingplatz gibt es auch ein gut besprochenes und bewertetes Restaurant. Kurz entschlossen lassen wir uns dort “verwöhnen” bevor wir auf unsere eigene Elch-Safari gehen: Es gibt für Conny Lachsfilet und für mich einen Elchburger – das lässt hoffen…. Danach geht es los und wir richten mit einer gewissen Routine die Kamera ein: “Schussbereit” bei Conny auf dem Beifahrersitz. Mit dem Teleobjektiv aufgesetzt und die Blende auf 2,8 eingestellt fahren wir die Straße in südlicher Richtung.
Plötzlich steht er da – wie aus dem Bilderbuch. Kurzer Blick – wir sind allein auf der Straße, also kurz anhalten, Fenster runter und Bild im Kasten:

Wow – endlich, nach knapp 30 Reisen durch Norwegen, haben wir einen Elch in dieser Art bewundern und fotografieren können. Selig fahren wir zurück und gehen schnell schlafen, denn morgen wartet noch ein weiteres, letztes Highlight auf uns: Wir wollen den Snøhetta besteigen – mit 2286 Metern der höchste Berg in Norwegen außerhalb des Hochgebirges Jotunheimen.
Wanderung auf den Gipfel des Snøhetta
Der Wecker klingelt um 6 Uhr und es geht an diesem Tag zeitig los, denn immerhin haben wir eine große Tour vor uns. Wir fahren mit unserem Van bis zum Parkplatz am Hjerkinnhus, von wo aus einige Male am Tag ein Shuttlebus die Besucher weiter in den Nationalpark bringt. Die Fahrt mit dem privaten Auto ist hier verboten und so lassen wir uns mit dem Bus, zusammen mit vielen Norwegern, bis zum Endpunkt an der Berghütte (Fjellstue im Norwegischen) Snøheimen bringen, von wo aus der Aufstieg auf den Gipfel des Snøhetta beginnt.
Es wird eine strapaziöse Tour: Teilweise extrem steinig und steil führt der Weg nach oben. Dazu kommt an diesem Tag ein extrem wechselhaftes Wetter mit Regen, Nebel, Sturm und Schneefall. Wir sind auf Vieles vorbereitet und eigentlich gut ausgerüstet – aber an Handschuhe, die wir heute tatsächlich benötigen würden, haben wir im Traum nicht gedacht. Trotz aller Herausforderungen und der Widrigkeiten sind die Tour als auch der Ausblick während des Aufstiegs extrem beeindruckend für uns.
Minigalerie “Wanderung auf den Gipfel des Snøhetta”









Nach dieser Gipfeltour sind wir an diesem Tag echt geschafft und gehen zeitig schlafen. Am nächsten Morgen beginnt die Rückfahrt in Richtung Deutschland. Wir fahren bewusst einen kleinen Umweg, um bei dieser Gelegenheit die landschaftlich sehr schöne Strecke “Nasjonal Turistveg Rondane” durch das Rondane-Gebirge zu fahren – eine Entscheidung, die wir nicht bereuen.
Die Rückreise nach Deutschland
Wir fahren an Lillehammer vorbei und sind bereits wenige Stunden später in Oslo. Für die Rückfahrt nach Deutschland nutzen wir die gleichen Stellplätze in Südnorwegen und Dänemark, wie auf der Anreise.

Nach 14 Tagen liegen über 4500 Kilometer durch Norwegen, Schweden und Dänemark hinter uns. Türkisfarbene Fjorde, das ewige Eis der Gletscher, die unendlichen Wälder im Osten des Landes, die maritimen Fischerdörfer an der Küste und eine unbeschreiblich schöne Landschaft sowie die sagenhafte Freundlichkeit der Norweger – all das haben wir erleben dürfen und niemand kann uns die Eindrücke dieses Roadtrips mehr nehmen.
Auf unserer folgenden Landkarte kannst du diese Tour im Detail nachvollziehen:
Unser erster Roadtrip mit dem eigenen Kastenwagen durch Norwegen geht hier zu Ende – gefolgt sind ihm noch viele weitere Touren, die wir in der Kategorie “Norwegen Rundreisen” für dich übersichtlich zusammengefasst haben.
Mit unserem Van entlang der Westküste
Von der Westküste Norwegens in das Dovrefjell
Hey,
in welchem Monat habt ihr die Tour gemacht?
Wir würden gerne Anfang Mai hoch bis zum Geirangerfjord fahren und dann über Dombas nach Stockholm. Denkt ihr das ist möglich oder liegt noch zu viel Schnee?
Liebe Grüße und danke für den tollen Blog!
Svenja
Hallo ihr Beiden,
vielen Dank für die Fülle an tollen Infos und Tour/ Wanderbeschreibungen.Für mich geht es Mitte Juni zum 1.Mal nach Norwegen – mit Minicamper und da ist euer Blog eine große Hilfe für mich. Ich hoffe auf Rondo Puffins zu sehen – in Schottland hatte ich leider noch nie das Glück.Ich hab 19 Tage Zeit und ” fürchte ” jetzt schon, daß ich eine oder mehr weitere Fahrten planen muss um den beeindruckenden Landschaften gerecht zu werden.
Hallo Conny und Sirko, bin gerade auf dem Rückweg meines Roadtrips, bei dem ich mich schwerpunktmäßig an euren Tipps orientiert habe. Danke dafür! Die Reise war phantastisch und sowohl eure Touren- als auch Stellplatzvorschläge haben für meinen Geschmack immer ins schwarze getroffen. Moldentour, Traumstrände im Westen, Furuhaugli im Dovrefjell …. Alles atemberaubend schön! Euch weiterhin gute Reisen und viele Grüße aus Larvik von Sebastian
Lieber Sebastian,
wir danken dir sehr herzlich für deine netten Zeilen und dieses tolle Feedback. Natürlich freuen wir uns riesig, dass du quasi unseren Spuren gefolgt bist und auf diese Weise eine so geniale Reise durch Norwegen genießen konntest. Das ist für uns die schönste Bestätigung, für all die Inhalte, die wir hier mit viel Herzblut erstellen und gern mit anderen Reisenden teilen.
Wir wünschen dir nun noch eine gute Heimkehr und schau gern mal wieder in unseren Blog – es kommen ständig neue Routen, Tipps und Empfehlungen dazu.
Allzeit gute Fahrt, weiterhin noch eine schöne Reise und liebe Grüße,
Conny und Sirko